Als der Verein „Kommunikation und Medien e.V.“ im Juni 2005 gegründet wurde, gab es zwar noch keine Mobiltelefone, doch die Arbeit mit Medien hat junge Menschen schon damals begeistert.
Viel hat sich seither getan – oft waren wir unserer Zeit einen Tick voraus! Auf dieser Seite stellen wir Highlights, Meilensteine und Erinnerung aus 20 Jahren medienpädagogischer Arbeit des Vereins vor.
Feiern und gefeiert werden!

20 Jahre Kommunikation & Medien e.V. – Jubiläumsfeier! (2025)
Was für ein Fest!
Gemeinsam haben wir am 25. Juli 2025 das 20-jährige Jubiläum von Kommunikation & Medien gefeiert – mit spannenden Mitmach-Aktionen rund um Medienkompetenz, Einblicken in zwei Jahrzehnte engagierter Medienarbeit und einer offenen, lebendigen Atmosphäre.
Ein Highlight war die Tanzaufführung „Tanz verbindet Kulturen“ der Freiburgerinnen aus aller Welt. Der passende Film zum Projekt feierte gleichzeitig Premiere. Ebenfalls gefeiert wurden 20 Jahre Freiburger Jugendfotopreis mit einer Fotoausstellung von Jugendlichen unter dem Motto „Foto verbindet“. Dazu gab es köstliches Essen aus verschiedenen Kulturen, liebevoll zubereitet, und natürlich eine wunderschöne Geburtstagstorte, die unser Jubiläum versüßt hat.
Ein riesiges Dankeschön an alle, die dabei waren, mitgewirkt haben oder einfach gute Laune mitgebracht haben.
Auf die nächsten 20 Jahre Medienbildung!

Dieter Baacke Preis für Online-Medien-Camp (2021)
Unsere Medienbildungsarbeit ist ausgezeichnet!
2021 wurden wir mit dem renomierten bundesweiten Dieter Baacke Preis für das „Online-Mediencamp für Kids“! im KIKA /Kinderkanal in Erfurt geehrt. Mit unseren kostenlosen Workshops des Onlinemediencamps konnten wir in den Hochphasen der Pandemie viele Kinder und Familien erreichen und deren Bildungs- und Kulturteilhabe in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen sichern.
Dass sich unser Konzept gegen über 100 eingereichte Projekte durchsetzen konnte, erfüllt uns mit großem Stolz.
Hier gehts zu Aufzeichnung der Preisverleihung 2021 (unser Beitrag: 1:24:00)
Online-Mediencamp
Das Online-Mediencamp bot Kindern die Möglichkeit, von zu Hause aus gemeinsam Medien zu gestalten – begleitet, spielerisch und kreativ. In Gruppen entstanden Podcasts, Filme oder andere Medienproduktionen, während die Teilnehmenden ganz nebenbei ihre Medienkompetenz stärkten. Auch über die Pandemie hinaus stießen die Angebote auf große Resonanz.
Es fanden regelmäßig Onlineworkshops statt, auch in den Ferien. Ein fester Bestandteil war zudem die Podcastgruppe am Montagabend.
Der Dieter Baacke Preis
Der Dieter Baacke Preis wird seit 2001 von der GMK und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben. Er zeichnet bundesweit herausragende medienpädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen aus und zeigt, wie aktuell, vielfältig und gut vernetzt Medienbildung heute sein kann. Der Preis ist insgesamt mit 12.000 Euro dotiert.
Große Freude bei Kommunikation & Medien e.V.
Unser besonderer Dank gilt den engagierten Referent:innen des multiprofessionellen Teams, die das Online-Mediencamp vielfältig, kreativ und mit viel Freude gestaltet haben, sowie unseren Kooperationspartnern und der Stadt Freiburg für die kontinuierliche Unterstützung. Ebenso danken wir der Jury und dem gesamten Team des Dieter Baacke Preises sowie der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur für die tolle Umsetzung.
Beitrag im SWR
„Renomierter Preis für Freiburger Medienprojekt“
Ein Interview mit Irene Schumacher zum „Online- Mediencamp für Kids“ im SWR am 20.11.2021
Hier gehts zu Aufzeichnung der Preisverleihung 2021 (unser Beitrag: 1:24:00)

SolidarEnergie Preis für Irene Schumacher (2018)
Irene Schumacher, unsere Vorsitzende, hat den Hauptpreis der SolidarEnergie 2018 erhalten. Der Preis würdigt ihr langjähriges, leidenschaftliches Engagement für Medienbildung, Teilhabe und Empowerment – und ist zugleich eine besondere Anerkennung der Arbeit unseres Vereins.
Die feierliche Laudatio hielt Prof. Marquart von SolidarEnergie im Freiburger Vorderhaus. Er hob Irenes kontinuierlichen Einsatz für niedrigschwellige, kreative und gesellschaftlich relevante Medienbildungsangebote hervor, die Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten erreichen.
Der SolidarEnergie Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhielt Irene eine Skulptur sowie das lebenslange Nießrecht an einem Kaiserstühler Weinstock – eine außergewöhnliche und symbolträchtige Ehrung.
Außerdem bekam Lina Bayrouti, die sich auch im Netzwerk Freiburgerinnen aus aller Welt engagiert, einen Förderpreis für ihre Internationale Teestube Schallstadt. Insgesamt wurden 15.000 Euro Fördermittel an 13 Preisträger:innen vergeben, ermöglicht durch die Erlöse aus erneuerbaren Energien der Elektrizitätswerke Schönau sowie die Volksbank Freiburg.

Preisverleihung SolidarEnergie 2018 (v..l.n.r.): Irene L. Bär, Hans-Albert Stechl, Karin Eble, Irene Schumacher, Jasna Karadinovic, Hubert Burdenski, Lina Bayrouti, Maria del Pilar Torres, Gina Cabarcas und Beatriz Diaz
Kunst und Kultur

Abenteuer Kunst – Medienkulturprojekt für Kinder (2017 – 2025)
Abenteuer Kunst lädt Kinder dazu ein, Kunst mit allen Sinnen zu entdecken – neugierig, spielerisch und mithilfe digitaler Medien. In Workshops, Kursen und Ferienangeboten begeben sie sich auf „virtuelle Reisen in die Welt der Kunst“, treffen berühmte Künstler:innen, erkunden Museen, Konzerte und den eigenen Stadtteil und lassen sich von Kunst und Kultur inspirieren.
Aus diesen Eindrücken entstehen eigene Kunstwerke: Bilder, Fotokollagen, Animationen und kleine Trickfilme. Mit Tablet, Kamera und Computer werden digitale Medien zu kreativen Werkzeugen, mit denen Kinder ihre Fantasie zum Leben erwecken – Bilder beginnen zu sprechen, zu klingen und sich zu bewegen. Ganz nebenbei erwerben sie altersgerecht und niederschwellig wichtige Medienkompetenzen.
Seit 2017 wird Abenteuer Kunst in Freiburg mit großem Engagement und in enger Zusammenarbeit vieler Partner umgesetzt und stetig weiterentwickelt. In den Jahren 2023–2025 fand das Projekt als Intensivprojekt an zwei Schulen statt – mit Schnupperangeboten, mehrtägigen Ferienworkshops, Nachmittags-AGs sowie speziellen Wochenendworkshops für ukrainische Flüchtlingskinder. Durch Vernetzungs- und Transfertreffen wurden die Angebote dauerhaft im Ganztag verankert.
Kooperationspartner sind WIRKE e.V., das Adolf-Reichwein-Bildungshaus, das Mehrgenerationenhaus EBW Freiburg sowie die Kreative Computerschule ent-ra im Rahmen des BKJ-Bundesprogramms Künste öffnen Welten.
Gemeinsam schaffen sie nachhaltige kulturelle Medienbildungsangebote für Kinder in Freiburg – lebendig, kreativ und voller Entdeckungsfreude.

Films for Future
Das medienpädagogische Projekt Films for Future regt zu einer kreativen, bewussten und genussvollen Auseinandersetzung mit dem Thema nachhaltige Esskultur an. Im Rahmen von Filmworkshops in Kooperation mit Nachhaltigkeits- und Bildungsakteuren erfahren benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Freiburg und der Region viel über den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und der Gestaltung von Filmen. Die Filme werden beim Coole Suppe Filmfestival auf der großen Bühne gezeigt. Es ist Teil unseres Engagements für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Dokumentarfilm
„Nichts ist fantastischer als die Wirklichkeit“ – Federico Fellinis Satz macht Lust auf Expeditionen in den Alltag. Wie gelingt es, einen berührenden und spannenden Dokumentarfilm zu realisieren? Wie lassen sich Interviews führen, die unter die Oberfläche gehen? Wie kann man Nähe zu Menschen entwickeln und Bilder zu finden, die ihre Wirklichkeit spiegeln? Die
Mit Workshops für Filmschaffende gibt die Freiburger Filmemacherin Sarah Moll einen Einblick in die kreativen, ästhetischen und produktionstechnischen Entscheidungen, die zu einem spannenden und berührenden Dokumentarfilm führen.
Bücher der Freiburgerinnen aus aller Welt

Ankommen in Freiburg – Mutmachbuch von Freiburgerinnen aus der Ukraine (2024)
Ukrainische Frauen, die wegen dem Krieg nach Freiburg gezogen sind, möchten ihre Erfahrungen teilen und ihre Geschichten erzählen. Trotz schwieriger und tragischer Umstände haben sie Freude am Leben, helfen anderen mit ihren Talenten und einem positiven Blick in die Zukunft. Sie wollen andere Menschen inspirieren und ein Mutmachbuch veröffentlichen, das zeigt, was sie im Alltag motiviert und unterstützt.
Das Buch ist für Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationsgeschichten gedacht, um einen Einblick in die Lebenswelt von geflüchteten Frauen aus der Ukraine zu erhalten.
In dem Buch finden sich aufrichtige Geschichten über das Leben ukrainischer Frauen, ihre Lieblingsorte in Freiburg und der Ukraine. Das Buch gibt einen Einblick in die ukrainische Kultur sowie Tipps zu Initiativen und Organisationen, die beim Ankommen in Freiburg hilfreich sind.

Briefe an die Coronazeit – Freiburgerinnen aus aller Welt teilen Erlebnisse und Erinnerungen (2021)
30 Freiburgerinnen haben mit ihren persönlichen Briefen und Steckbriefen das Buch bereichert. Gemeinsam konnten wir es schaffen, unsere Botschaft an die Menschen weiterzugeben. Es geht nämlich darum, die außergewöhnliche Pandemiezeit Revue passieren zu lassen und Ängste, Herausforderungen, aber auch Erfolge, sowie gewinnbringende Erkenntnisse im Austausch mit anderen Freiburgerinnen aus aller Welt zu bringen. Die Sammlung vieler solcher Erfahrungen wollen wir an die vielen Menschen da draußen weitergeben und sie an diesen teilhaben lassen!

Kochbücher der Freiburgerinnen aus aller Welt (2011 – 2014)
Ein Empowerment-Projekt, das sich zu einem phantastischen Beispiel des Verstehens und Vertrauens entwickelt hat: Bislang sind unter aktiver Beteiligung einer stetig wachsenden Anzahl „internationaler Frauen“ in Freiburg drei Bücher mit Gerichten und Geschichten aus aller Welt entstanden. Kern ist die Vermittlung von Kompetenzen und Fertigkeiten zur kompletten Gestaltung von Text-, Foto-, Film- und Blogbeiträgen sowie Umgang mit Social Media. In der eigenen Präsentation zu glänzen, gehört zu den besten Erfahrungen des Langzeitprojekts.
„Das Suppenkochbuch von Freiburgerinnen aus aller Welt“ in Kooperation mit der Diakonie Freiburg (2011)
„Kleine Köstlichkeiten“ als Crowdfunding-Projekt mit 17 Frauen als Redaktionsteam (2012) in Kooperation mit Südwind Freiburg e.V. Kubus³ e.V.
„Feste feiern – Rezepte und Geschichten von Freiburgerinnen aus aller Welt“ mit Beteiligung von 68 Frauen aus 30 Herkunftsländern (2014) in Kooperation mit Kubus³ e.V.
Vielfalt leben

CityKidz
Das Projekt CityKidz unterstützte Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung durch sechsmonatige Einzelpatenschaften bei der Integration in Freiburg. Im Fokus stand die gemeinsame Freizeitgestaltung, bei der durch den Einsatz digitaler Medien – wie Foto, Film und Radio – das soziale Umfeld erkundet wurde.
Neben dem Aufbau verlässlicher Beziehungen förderte das Projekt spielerisch die Medienkompetenz, den Spracherwerb und das persönliche Empowerment der Teilnehmenden. Ein besonderer Dank gilt den engagierten Freiwilligen, die durch ihren Einsatz wertvolle Teilhabe ermöglicht haben.

Fotomediale Festival (bis 2021)
Das Festival fand jährlich im Herbst in Freiburg statt. Als Plattform für Fotografie beschäftigt sich die Fotomediale mit Fotografie als sozialem Medium und Fotografie in Social Media.
In mehreren Workshops vor und in den Herbstferien konnten Jugendliche von namhaften Fotografinnen und Fotografen wichtige technische Grundlagen erlernen, in verschiedenen Schulprojekten mitarbeiten oder einfach mal den Profis über die Schulter schauen.
Junge Auszubildende der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule gaben im Sinne eines peer to peer Konzepts ihr Wissen an andere weiter. So arbeiten Schülergruppen unterschiedlicher Schulen und Schulformen gemeinsam an einem Projekt.

Cinema Exil – Filme aus der Heimat (2016 – 2017)
Was könnte den Austausch, die interkulturelle Begegnung besser fördern als ein Filmfestival? Hier ist es: CINEMA EXIL, organisiert von jungen Menschen aus Syrien, Afghanistan, Kurdistan, Eritrea, Ghana und Nigeria. Die Flucht vor Krieg und Verfolgung hat sie nach Freiburg gebracht, sie alle lieben das Kino – nun stellen sie uns ihre Herkunftsländer in selbstausgewählten Filmen vor, die für sie bedeutsam sind. Jeder Film wird von ihnen selbst präsentiert, dazu kommt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf dem Basar der Begegnung im Foyer.

Heim- und Fluchtorchester – Filmprojekt (2017)
Das Freiburger Heim und Flucht Orchester ist eine musikalische Gruppierung am Theater Freiburg, in der junge Menschen verschiedener Herkunft aufeinander treffen: Einheimische und Geflüchtete – Christen, Jesiden und Muslime – Wohlstands- und Kriegskinder. Ihre Musik fährt in Herz und Beine und vermittelt einen Austausch der Kulturen, der fruchtet und über Freiburg hinaus Anklang findet.
Von April bis November 2017 hat eine Gruppe von jungen Filmbegeisterten aus aller Welt das Heim und Flucht Orchester mit der Kamera begleitet. In dem partizipativen Filmprojekt setzten sich junge Erwachsene mit Film und Musik auseinander und fanden darin eine universelle Ausdrucksweise und Sprache.
Die Teilnehmer*innen setzten sich dabei aktiv über das Medium Film mit der Lebensgeschichte, den kulturellen Wurzeln und Werten des jeweilig Anderen auseinander. Durch die filmische Arbeit machten sie sich und ihre Lebenswelt sichtbar. Die Teilnehmer*innen realisierten unter medienpädagogischer Anleitung von den Freiburger Filmemachern Sarah Moll und Jan Raiber einen Kurzdokumentarfilm, der den interkulturellen Dialog über Unterschiede und Zusammengehörigkeit vermittelt und auch Unwegsamkeiten erzählt.
Im Anschluss an die Premiere gibt es ein Filmgespräch mit den jungen Filmemacher*innen. Dann geht es von der Leinwand direkt auf die Bühne – das Heim und Flucht Orchester live in concert.
In Kooperation mit Kommunikation & Medien e.V. und dem Theater Freiburg. Gefördert durch die MFG Medien- und Filmgesellschaft und LFK Baden-Württemberg, das Kulturamt der Stadt Freiburg und die Initiative Kindermedienland.
Filmprojektleitung. Sarah Moll & Jan Raiber
Musikalische Leitung. Ro Kuijpers
Digitale Teilhabe und kommunale Digialpolitik

Frag Moritz – Basics zu digitalen Themen (2017 – 2022)
Wer hat die Rechte an Fotos auf Whats App? Wie verschicke ich kreative Weihnachtsgrüße? Was ist Phishing und wie kann ich mich davor schützen? Wie buche ich online ein Bahn-Ticket? Diese und weitere Fragen prasselten gerade auf ältere Menschen bei der Nutzung des Smartphones ein und fanden keine Antwort.
2017 startete der Verein Kommunikation & Medien daher die Reihe „Frag Moritz – Basics zu digitalen Themen“ mit 90-minütigen Veranstaltungen im aufLADEN im Stühlinger. Zu Beginn gab es eine kurze Einführung zum jeweiligen Thema, dann durfte ausgiebig gefragt werden. Das Team mit Moritz Bross, Irene Schumacher und Irene L. Bär organisierte das Angebot ehrenamtlich und für die Besucher:innen kostenlos. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Angebot ab 2018 zusätzlich um Kooperationen mit der VHS Freiburg und der Badischen Zeitung erweitert. 2018 bewarb sich der Verein mit dem Projekt bei der Google Impact Challenge und kam dort unter die Finalisten, gewann aber leider keine Förderung. Das Engagement ging daher ehrenamtlich weiter – von 2017 bis zum Ausbruch von Corona Anfang 2020 gab es insgesamt 23 Angebote.
Mit Beginn der Pandemie 2020 wechselte „Frag Moritz“ in den digitalen Raum: mit Webinaren und einer wöchentlichen Telefonsprechstunde. 2022 wurde das ehrenamtlich getragene Projekt abgeschlossen.
Als am 21.10.2017 der Verein Kommunikation & Medien seine Reihe „Frag Moritz – Basics zu digitalen Themen“ startete, war dies in Freiburg das erste und einzige Angebot zu digitalen Themen für Einsteiger*innen. Jeweils 90 Minuten lang gab es erst eine kurze Einführung und dann ging es los mit Fragen zum Thema. Das „Frag Moritz“-Team, bestehend aus Moritz Bross, Irene Schumacher und Irene L. Bär, stellte im Zeitraum bis Februar 2020 stolze 23 Angebote auf die Beine.
Der „aufLADEN“, Veranstaltungsraum des Vereins im Stühlinger, platzte jedes Mal aus allen Nähten. Auch zwischen den Veranstaltungen klopften immer wieder Interessierte an die Tür und fanden – falls möglich – Rat.
Die Veranstaltungen wurden überwiegend kostenlos angeboten und ehrenamtlich durchgeführt.
Ab Oktober 2018 stiegt die Volkshochschule mit ein: Fünf Veranstaltungen wurden in Kooperation mit der VHS durchgeführt, die „Frag Moritz“ über ihr Programm anbot. Zudem gab es eine Veranstaltung in Kooperation mit der Badischen Zeitung. Für diese war jeweils eine geringe Gebühr zu entrichten.
Das Interesse war also groß, die Frage war, wie das Projekt künftig weiter entwickelt werden sollte. Mit einem ambitionierten Konzept zur digitalen Bildung für Erwachsene schaffte es „Frag Moritz“ im Jahr 2018 bei 2.500 Bewerbungen unter die 100 Finalisten der Google Impact Challenge – nur leider nicht unter die 50 Gewinner. Trotz weiterer Sondierungen kam eine Finanzierung nicht zustande.
Mit dem ehrenamtlichem Einsatz ging es aber mehrere Jahre engagiert weiter! Zusätzliche junge Engagierte konnten gefunden werden: Nils Stollenwerk, Noemi Kandt, Karla Williams und Lisa Walter erweiterten das Team zu „Frag Moritz & Co“.
Mit dem Ausbruch von Corona im März 2020 mussten die Präsenz-Angebote gestoppt werden. Durch die Kontaktbeschränkungen stieg bei älteren Menschen der Wunsch, sich mit den Liebsten über Videokonferenzen auszutauschen. Das Team von „Frag Moritz & Co“ begann daher mit Webinaren, die zu der Nutzung von Videokonferenzen berieten. In den insg. 9 Webinaren ging es neben technischen Fragen auch um Spiele und Geselligkeit im digitalen Raum.
Zusätzlich wurde 2020 eine wöchentliche Telefonsprechstunde zu Fragen mit dem Smartphone gegründet, die auch das Jahr 2021 über regelmäßig und rege genutzt wurde.
Die eine Kunst ist es ja, tolle Projekte anzufangen, die andere sie auch wieder abzuschließen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Das haben wir im Herbst 2022 getan.
Wer aktuell Angebote zur digitalen Bildung für Erwachsene in Freiburg sucht, wird vielleicht hier fündig:
Smartphone-Sprechstunde für Senioren & Senioritas von „Alterskompetenz“ gemeinsam mit engagierten Schüler:innen

Digitalen Zukunftsfragen bei Kommunalwahlen (2018 + 2019)
Die Digitalisierung betrifft die Kommunalpolitik. Deshalb hat Kommunikation & Medien e.V. im Vorfeld der Wahlen den Dialog von Politik und Stadtgesellschaft zu digitalen Zukunftsfragen eröffnet.
Zur Oberbürgermeister:innen-Wahl 2018 und zur Kommunalwahl 2019 wurde der aufLADEN zum Ort der politischen Debatte: In Podiumsdiskussionen sprachen die Kandidierenden über digitale Teilhabe, Medienbildung, die digitale Stadt sowie Experimentierräume für Menschen aller Altersgruppen. Die Debatten wurden per Livestream übertragen und sind weiterhin auf Youtube zu sehen.
Zur Oberbürgermeister:innen-Wahl 2018 wurden die drei aussichtsreichsten Kandidat:innen Monika Stein, Dieter Salomon und Martin Horn in den aufLADEN eingeladen. Am 15. April 2018 diskutierten sie in einem per YouTube-Livestream übertragenen Gespräch über ihre digitale Agenda – darunter digitale Bildung, Teilhabemöglichkeiten, digitale Angebote der Stadt und den Zugang zum Netz.
Auch im Vorfeld der Kommunalwahl 2019 gab es im aufLADEN eine spannende Debatte: In zwei einstündigen Runden mit je vier Kandidierenden wurde am 10. Mai 2019 über digitale Teilhabe, Medienbildung, die digitale Stadt sowie Experimentierräume für Menschen aller Altersgruppen gesprochen.
Mit diesen Veranstaltungen machte Kommunikation & Medien deutlich: Digitale Teilhabe und Medienbildung sind zentrale Zukunftsfragen für Freiburg – und gehören auf die kommunalpolitische Agenda.

Digitalstrategie der Stadt Freiburg (2018 – 2019)
In den Jahren 2018 und 2019 wurde in Freiburg viel über Digitalisierung gesprochen, wir trafen andere digital Engagierte bei zahlreichen Veranstaltungen, wie dem Barcamp von Freiburg gestalten, das wir unterstützten. Die Stadt Freiburg arbeitete in einem breiten Beteilungsprozess an einer Digitalstrategie. Wir von Kommunikation und Medien haben uns in vielfältiger Weise engagiert, wirkten am Strategieprozesses mit und brachten unsere Anliegen ein. Eines davon: Um die digitale Teilhabe für jung und alt zu ermöglichen, braucht es eine Förderung der Angebote zur digitalen Bildung.
Unser Einsatz hatte Erfolg:
Seit 2019 unterstützt das Fachamt für Digitales und IT (DIGIT) einen Teil der Personalkosten für unsere medienpädagogische Arbeit.
Und unsere Idee ein „Haus der digitalen Kultur“ für Freiburg zu schaffen, wurde immerhin schon mal in den Text aufgenommen.
Audioguide

Audioguide Stühlinger (2017)
Geschichte und Geschichten – Bewohner:innen stellen ihren Stadtteil vor
Mit mehr als 15.000 Einwohner*innen ist der Stühlinger einer der bevölkerungsreichsten Stadtteile Freiburgs. Hier leben Arbeiter*innen und Professor*innen, Studierende und Künstler*innen, Menschen aus allen möglichen Herkunftsländern.
Bürger*innen des Stadtteils konzipierten und produzierten 2016 über ein Jahr hinweg diesen Audiospaziergang mit dreizehn Stationen.
Auf dem Weg durch den Alt-Stühlinger erzählen Menschen über Vergangenes und das Leben heute.

Platz der alten Synagoge (2019)
Wem gehört der öffentliche Raum? – Forschungswerkstatt der Uni Freiburg
Eis essen, Bier trinken, Musik machen oder einfach nur entspannen – nach dem Umbau 2016 entwickelte sich der „Platz der Alten Synagoge“ mit seinen Holz- und Steinflächen zu einem wichtigen Teil der Freiburger Innenstadt. Menschen mit verschiedenen Hintergründen gestalten diesen Ort – in einem komplexen Spannungsverhältnis zwischen Erinnerung, Gedenken und Geselligkeit.
Studierende des Seminars „Qualitative Forschungswerkstatt städtischer Raum“ an der Universität Freiburg entwickelten 2018/2019 mit der Soziologin Christine Kimpel das Konzept des Audioguides und setzten es mit der Hörfunkjournalistin Anna Trautwein um.

Our Stories (2020)
Audioguide zu Orten der Vielfalt – Freiburgerinnen aus aller Welt
Welche Geschichte verbinde ich mit einem Ort in der Stadt? Was macht ihn vertraut oder fremd? Wie bin ich mit dem öffentlichen Raum verbunden und welche Erlebnisse möchte ich mit anderen teilen? Die „Freiburgerinnen aus aller Welt“ erzählen in einem Hörspaziergang mit 15 Stationen auf Deutsch und in ihrer Muttersprache von ihrem Leben in Freiburg.
Im Jahr 2020 feierte Freiburg sein 900 jähriges Stadtjubiläum. Der Audioguide trug dazu bei, den Blick auf die Stadt durch neue Perspektiven zu erweitern.
Auf begleiteten Führungen waren die Audioguide-Produzentinnen live zu erleben.

OhrenBetörend (2021)
Orte voller Welten – Geschichten von Freiburger Schauspielern
Stillstand im Frühjahr 2020. Lockdown aller Bühnen. Keine Proben, keine Auftritte, Schluss mit dem ganzen Theater!
Die Kunst sucht neue Wege. 11 Schaupieler*innen. 11 Geschichten. 11 „neue“ Bühnen. 11 versteckte oder auch vermeintlich bekannte Orte.
Auf diesem Hörspaziergang durch Freiburg lernen Sie allerhand kennen: missverstandene Mönche, falsche Vampire und reale Liebesmigranten. Echte Wanderhuren und halbechte Punks. Sie hören von glänzenden Kinderaugen beim Anblick von sauren Schlangen und zappelnden Fußbällen im Netz.
